Labor-Cuxhaven / ftb osterloh

DAS Lebensmittelprüflabor mit  - DER Fisch-Fachkompetenz!
Was wir unter den  aufgeführten Begriffen verstehen, können wir Ihnen gern im persönlichen Gespräch näher erläutern.

Kurzportrait: Labor-Cuxhaven / ftb osterloh

Fachtechnisches Büro Osterloh / Labor-Cuxhaven  

I ndividuelle,diskrete Auftragsbearbeitung

Schulungen,Hygiene, HACCP, IFS & Audits

Chemisch,physikal. & mikrobielle Analysen

Hygienemonitoring, Reinigungskontrollen

Seit Anfang 1996 ist der Inhaber  Andree Osterloh als unabhängiger und neutraler Sachverständiger in der Fischindustrie und damit verbundenen Branchen tätig.

Das  Laboratorium wurde im Jahr 2004 erstmalig auditiert und am 27.12.04 durch die AKS Hannover gemäß ISO/IEC 17025:2005 akkreditiertObwohl die AKS-Akkreditierung noch bis Dezember 2014 besteht, sind die DAkkS-Akkreditierungsbegehungen bereits im März 2014 erfolgt.

Zulassung als Trinkwasserlabor


Mit Schreiben vom 31.03.2014 des "Niedersächsischem Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration" sind wir als Untersuchungsstelle nach § 15 Abs. 4 S. 2 TrinkwV 2001 für die mikrobiologische Trinkwasser-Untersuchung einschließlich Probenahme zugelassen.
Die Zulassung umfasst auch die Parameter "Pseudomonas aeruginosa" und Legionella spec."

Arzneimitteln in der Umwelt: Eintrag und Vorkommen (UBA,gekürzte Textfassung)


In der Humanmedizin werden in Deutschland pro Jahr etwa 8.100 Tonnen potenziell umweltrelevanter Arzneimittel-Wirkstoffe verwendet, die insgesamt etwa 1.500 verschiedene Wirkstoffe repräsentieren. Die am häufigsten verschriebenen Arzneimittel sind Entzündungshemmer, Asthmamittel sowie Psychotherapeutika.

Für die Veterinärmedizin wichtige Arzneimittelgruppen sind vor allem Antibiotika und Antiparasitika, aber auch Entzündungshemmer und hormonell wirksame Substanzen.In der Tierhaltung werden allein an antibiotischen Wirkstoffen pro Jahr mehr als 1.700 Tonnen eingesetzt.

 

Rückstände von Arzneimittel-Wirkstoffen  reichern sich kontinuierlich in die Umwelt, vor allem in die Gewässer, an. Inzwischen werden sie nahezu flächendeckend und ganzjährig in Fließgewässern, aber auch in Boden- und Grundwasserproben gefunden. Bislang wurden etwa 150 verschiedene Arzneimittel-Wirkstoffe in der Umwelt, vor allem in Gewässern, im Bereich von 0,1 bis 1 Mikrogramm pro Liter, in seltenen Fällen aber auch von mehreren Mikrogramm pro Liter nachgewiesen.

Auch im Trinkwasser gibt es vereinzelt Spuren von Arzneimitteln. Sie stellen zwar (derzeit) keinerlei Risiko für die menschliche Gesundheit dar, dennoch sollte aber allein aus Sicht eines vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutzes der Eintrag von Arzneimitteln in die Umwelt so gering wie möglich sein.

Aufgrund ihrer biologischen Aktivität und der Vielzahl spezifischer Wirkungen liegt es auf der Hand, dass Arzneimittel in der Umwelt auch Wirkungen auf andere Lebewesen haben.

Ein bekanntes Beispiel dafür sind synthetische Hormone wie zum Beispiel 17α-Ethinylestradiol (EE2),der Wirkstoff der Anti-Baby-Pille. Er beeinträchtigt bereits im sehr niedrigen Nanogramm/Liter-Bereich die Reproduktion von Fischen nachhaltig.

Das Schmerzmittel Diclofenac schädigt bei Fischen innere Organe wie Leber und Niere; die häufig verwendeten Antibiotika töten nicht nur Bakterien sondern hemmen oft auch das Wachstum von Algen und Pflanzen.

Antibiotika-Resistenzen bei humanpathogenen Bakterien sind ein schwerwiegendes Problem, in der Umwelt wurden bereits mehrfach multiresistente Mikroorganismen nachgewiesen: so zum Beispiel in Fließgewässern unterhalb von Kläranlagen-Abläufen.

 

Dennoch gibt es bislang weder für Oberflächengewässer noch für Grund- oder Trinkwasser verbindliche Normen oder Richtwerte, die den Eintrag von Arzneimittel-Rückständen regulieren würden. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, wie z. B. die Festlegung prioritärer Stoffe im Bereich der Wasserpolitik.

 

Rechtlicher Hintergrund

Zulassung und Handel mit Arzneimitteln für Mensch und Tier werden durch das Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln(Arzneimittelgesetz, AMG) geregelt. Für Humanarzneimittel verlangte erst die EU-Richtlinie 2001/83/EG, geändert durch die Richtlinie 2004/27/EG, zwingend die Prüfung möglicher Auswirkungen auf die Umwelt. Nach der Zulassung eines Arzneimittels erfolgt bisher keine systematische Erhebung von Daten zu Arzneimittel-Rückständen in der Umwelt. Das etablierte System der Pharmakovigilanz – die Überwachung nach der Zulassung –sollte daher um den Umweltbereich ergänzt werden. Bislang sind nur für neu zuzulassende Arzneimittel Unterlagen zur Umweltrisikobewertung vorzulegen. Dies hat zur Folge, dass für das Gros (erst für ca. 10 %) der seit Jahrzehnten vermarkteten sogenannten „Altarzneimittel“ kaum Informationen vorliegen.

Eine effiziente Strategie zur Verminderung von Arzneimittel-Rückständen in Gewässern muss Maßnahmen entlang des gesamten Lebenswegs von Arzneimitteln und vor allem den verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln umfassen. Ein alleiniger Fokus auf End-of-pipe-Lösungen wie die Abwasserreinigung und die Trinkwasseraufbereitung ist nicht zielführend. Auch wenn die Weiterentwicklung der Kläranlagentechnik (4. Reinigungsstufe) zur Entfernung von anthropogenen Spurenstoffen durchaus erfolgversprechend ist.

 

Im Sinne des Vorsorgeprinzips und zum Schutz von Mensch und Umwelt sollten Lösungsansätze vor allem am Beginn der Kausalkette ansetzen. Umweltaspekte zum Beispiel im Hinblick auf verbesserte Abbaubarkeit der Wirkstoffe, aber vor allem der verantwortungsbewusste Umgang mit Arzneimitteln

 

Quelle:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/arzneimittel/arzneimittel/umwelt08.10.2013

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Fax: 55 47 88 

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